Deutschland spaltet sich auf / Manager und Verantwortung
 
 
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Freitag, 20.07.18
 
 
 
 
VON SVEN AFHÜPPE
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Trump schockiert  +  Deutschland spaltet sich auf  + Manager und Verantwortung
 
 
 
 
 
 
 
US-Präsident Trump hat mit seiner Feindschaftserklärung an Europa weltweit Protest hervorgerufen. Auch viele Amerikaner verstehen ihren Präsidenten nicht mehr. „Ich schäme mich und bin schockiert“, sagte die frühere amerikanische Außenministerin Madeleine Albright im Gespräch mit meiner Kollegin Annett Meiritz. Trump sei „der undemokratischste Präsident in der modernen Geschichte der USA“. Das Interview mit dieser klugen Politikerin lesen Sie hier.   
 
 
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Als Flugpassagier hat man sich in den vergangenen Jahren an einen kontinuierlichen Schwund an Servicequalität gewöhnt. Doch was Fluggäste in diesen Wochen erleben, ist erschreckend. Ewig lange Menschenschlangen vor den Check-in-Schaltern, annullierte Flüge und schlecht gelauntes Personal. Eine Mischung aus Selbstüberschätzung einiger Airline-Manager, überzogenem Kostendruck und Verantwortungswirrwarr hat dazu geführt, dass Flugreisen immer häufiger zu Horrortrips werden. Unsere Titelgeschichte „Der verratene Passagier“ analysiert die Hintergründe.
 
 
 
In der deutschen Wirtschaft scheint sich gerade eine neue Erfolgsstrategie durchzusetzen: die Aufspaltung komplexer Konglomerate. Siemens bringt die Gesundheitssparte an die Börse, RWE trennt sich von der Tochter Innogy, Continental spaltet sich auf und bei Thyssen-Krupp wird über die Zerschlagung des Konzerns gestritten. Die Unternehmen hoffen auf mehr Flexibilität und Wachstum. Disruption ist offenbar mehr als nur eine Modewort in den Managementetagen.
 
 
 
 
 
Der Aufspaltungswahn hat eine intensive Debatte ausgelöst. Bedenken gibt es nicht nur unter den Mitarbeitern betroffener Unternehmen, sondern auch in der Politik. Auch der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel sorgt sich, gerade mit Blick auf die Vorgänge beim Stahlkonzern Thyssen-Krupp. Im Gastbeitrag für das Handelsblatt mahnt er die aktivistischen Investoren, ihre Verantwortung bei dem Traditionskonzern wahrzunehmen und nicht leichtfertig Arbeitsplätze durch eine Zerschlagung zu gefährden: „Wer Klassenkampf von oben sät, wird einen neuen Klassenkampf von unten ernten“, warnt der ehemalige Wirtschaftsminister. Gabriels Weckruf ist Pflichtlektüre für alle Freunde der Sozialen Marktwirtschaft.   
 
 
 
 
Verantwortung für ein Unternehmen tragen nicht nur Investoren, sondern auch das Management. Dass bei Thyssen-Krupp Vorstandschef Hiesinger und Aufsichtsratschef Lehner fast zeitgleich die Führungsetage verlassen haben, ist das genaue Gegenteil von unternehmerischer Verantwortung. In der Seefahrt gilt das ungeschriebene Gesetz, dass der Kapitän in Notfällen als Letzter das Boot verlässt. Dieser Grundsatz sollte auch in der Wirtschaft gelten.
 
 
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Heute muss ich an dieser Stelle in wenig Werbung in eigener Sache betreiben. Der Grund sind die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der Handelsblatt-Auflage. Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend der Branche hat das Handelsblatt die gesamtverkaufte Auflage im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent steigern können. Dazu beigetragen haben die Einführung einer harten Bezahlschranke für Handelsblatt-Artikel und ein Anstieg der Digital-Abos. Diese Zahlen machen Mut. Ganz offensichtlich gibt es einen Markt für Qualitätsjournalismus.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges und erholsames Wochenende.
Herzliche Grüße,
Ihr  
 
 
 
 
Sven Afhüppe
Chefredakteur Handelsblatt
 
 
 
 
 
 
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Titelthema:
Der verratene Passagier
 
 
 
 
 
 
 
 
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Autor des Morning Briefing-Editorials: Sven Afhüppe
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