Die Rückkehr der Eurokrise / Premiumzeitalter beim Handelsblatt
 
 
Bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier.
 
 
 
 
 
Freitag, 25.05.18
 
 
 
 
VON SVEN AFHÜPPE
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Kontrollverlust in deutschen Aufsichtsräten +  Die Rückkehr der Eurokrise  +  Premiumzeitalter beim Handelsblatt
 
 
 
 
 
in der deutschen Wirtschaft läuft gerade die fünfte Jahreszeit - die Hauptversammlungssaison. Im Mittelpunkt stehen Vorstand und Aufsichtsrat, die in wohlklingenden Worten Leistungen loben und Nicht-Leistungen verteidigen. Doch in diesem Jahr gelingen die Showveranstaltungen nur bedingt, auffällig viele Aufsichtsratschefs müssen sich massive Kritik gefallen lassen. Meine Kollegen sind diesem Phänomen auf den Grund gegangen. Herausgekommen ist eine umfassende Bestandsaufnahme über den Zustand deutscher Aufsichtsräte. Der Titel: „Kontrollverlust“.
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
Für das Scheitern deutscher Kontrollgremien stehen vor allem Paul Achleitner (Deutsche Bank), Hans Dieter Pötsch (Volkswagen) und Joachim Faber (Deutsche Börse). Achleitner ist mitverantwortlich für die anhaltende Krise der einstigen Vorzeigebank, Pötsch hat es zugelassen, dass die Diesel-Affäre auch knapp drei Jahre nach Bekanntwerden immer noch nicht vollständig aufgeklärt ist, und Faber muss sich vorwerfen lassen, den ehemaligen Vorstandschef nicht von möglichen Insidergeschäften abgehalten zu haben. Jedes Versäumnis ist gewaltig, doch von Selbstkritik der Verantwortlichen fehlt jede Spur.
 
 
 
Oft sind die Aufsichtsratschefs nicht allein das Problem. Vielfach fehlt es an Expertise, Internationalität und Diversität in deutschen Kontrollgremien. „Ein Problem ist die fehlende internationale und ethnische Vielfalt“, sagt Hans-Christoph Hirt vom britischen Aktionärsberater Hermes im Handelsblatt-Interview. Für viele Manager ist dieser Mangel an Professionalität oft der entscheidende Grund, gar nicht erst einen Sitz in einem deutschen Aufsichtsrat anzustreben. Ein Teufelskreis.
 
 
 
 
 
Aber es gibt auch Ausnahmen: Bayer und SAP. In beiden Dax-Konzernen arbeiten angesehene Aufsichtsratschefs mit starken Vorstandschefs vertrauensvoll zusammen. Das Ergebnis: eindrucksvoller ökonomischer Erfolg.
 
 
 
 
 
Nach der Finanzkrise haben die Euro-Staaten jede Menge Gesetze zur Stärkung der Währungsunion verabschiedet. Ein Gesetz gegen schuldenfinanzierte Politikerträume fehlt. So hat sich die neue italienische Regierung zu Steuersenkungs- und Ausgabenplänen hinreißen lassen, die die überwunden geglaubte Eurokrise neu entfachen könnten. In Italien regiert schon zu lange das Motto von Mark Twain: „Von jetzt an werde ich nur so viel ausgeben, wie ich einnehme, selbst wenn ich mir dafür Geld borgen muss.“
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
Die Handelsblatt-Fans haben es schon gemerkt: Ab sofort sind alle digitalen Angebote des Handelsblatts kostenpflichtig. Das war keine einfache Entscheidung. Aber wir sind davon überzeugt, dass guter Journalismus nicht umsonst sein kann. Mit einer Ausnahme: Das Morning Briefing bleibt kostenlos.
 
 
 
Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende.
Herzliche Grüße, Ihr
 
 
 
 
Sven Afhüppe
Chefredakteur Handelsblatt
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
 
 
MEIST GELESEN
 
 
 
 
++ HAUPTVERSAMMLUNG IM NEWSBLOG ++
++ HAUPTVERSAMMLUNG IM NEWSBLOG ++
 
Deutsche-Bank-Aktie verliert am Tag der Hauptversammlung fast fünf Prozent an Wert
 
 
 
INFRASTRUKTURPROGRAMM
INFRASTRUKTURPROGRAMM
 
Deutsche Firmen müssen bei Saudi-Arabiens Milliardenprojekten zuschauen
 
 
 
WÄHRUNGSVERFALL
WÄHRUNGSVERFALL
 
Türken kaufen massiv US-Dollar - und schicken die eigene Lira auf Talfahrt
 
 
 
HANDELSBLATT-SERIE „ZINSWENDE – WAS NUN?“
HANDELSBLATT-SERIE „ZINSWENDE – WAS NUN?“
 
Der mühsame Aufstieg aus dem Zinstal – Worauf sich Anleger einstellen müssen
 
 
 
NORDKOREA-KONFLIKT
NORDKOREA-KONFLIKT
 
US-Präsident Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab
 
 
 
 
 
 
 
HANDELSBLATT DIGITAL: ePAPER
 
 
 
 
Titelthema:
Kontrollverlust
 
 
 
 
 
 
 
 
JETZT SIND SIE DRAN
 
Bewerten und empfehlen Sie mein
Morning Briefing weiter:
 
 
 
 
 
 
EMPFEHLEN
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse news@morningbriefingmail.handelsblatt.com Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.

Dieser Newsletter wurde an max.mustermann@morningbriefingmail.handelsblatt.com gesendet. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier.

Autor des Morning Briefing-Editorials: Sven Afhüppe
Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV: Sven Afhüppe
Handelsblatt GmbH, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf
Geschäftsführung: Frank Dopheide, Ingo Rieper, Gerrit Schumann
AG Düsseldorf HRB 38183, UID: DE 812813090
Verantwortlich für die Anzeigen: iq digital media marketing gmbh,
Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf, Internet: www.iqdigital.de