Bosch, der Retter des Diesels / Mission Vatikanbank
 
 
Bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier.
 
 
 
 
 
Donnerstag, 26.04.18
 
 
 
 
VON HANS-JÜRGEN JAKOBS
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Geschäftsmodell Aufrüstung  +  Bosch, der Retter des Diesels  + Mission Vatikanbank
 
 
 
 
 
als der Kalte Krieg zu Ende ging, schienen die heißen Geschäfte der deutschen Rüstungsindustrie am Ende zu sein. Typischer Fall von „Hätte, hätte, Panzerkette“. Nun jedoch sieht alles ganz anders aus. Krauss-Maffei Wegmann zum Beispiel rechnet mit viel Geld. In ganz Europa müssten Tausende Panzer und Artilleriesysteme ersetzt werden, sagt Vorstandschef Frank Haun dem Handelsblatt: „Das sind Megathemen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro bis 2050.“ Und wenn die Bundeswehr wieder mehr bestelle, müsse man nicht mehr in Länder wie Katar exportieren, merkt er noch an. Manchmal liegt ein sachdienlicher Hinweis am Rande einer politischen Erpressung. JETZT PREMIUM-ARTIKEL LESEN  
 
 
ANZEIGE
 
 
 
Denner  
 
Alle reden schlecht über den Diesel. Ein hoffnungsloser PR-Fall? Da kennen die Deutschen aber Bosch-Chef Volkmar Denner nicht. Mit einem neuen Dieselmotor plus Abgasanlage plus Steuerungssoftware aus seinem Haus sei das Stickoxidproblem im Straßenverkehr technisch lösbar, wirbt er: „Diesem Diesel wird in Zukunft niemand die Einfahrt in die Städte verbieten.“ Bosch, der Diesel-Retter, will bei den Autobauern nun selbst in Vorleistung gehen, weil es so schön ist.
 
 
 
 
 
Drei Tage Zeit hatte Emmanuel Macron in Washington, drei Stunden nur hat Angela Merkel. Am heutigen Donnerstag (früh am Abend) schlägt die Kanzlerin schon zum zweiten Mal bei US-Präsident Donald Trump auf, und diesmal wird über den drohenden Handelskrieg Europas mit den USA geredet sowie über die Krisen in Syrien und im Iran. Anders als bei Macron werden dem deutschen Gast dabei wohl präsidentielle Kuss-Orgien erspart bleiben. Am meisten gefällt Trump im Übrigen an der CDU-Chefin, wie sie die Sozialdemokratie über Jahre hinweg klein gehalten hat.
 
 
 
 
 
Trouble und Aufbruch beim Dax-Konzern Deutsche Börse, ganz nach der Devise von André Kostolany: „An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.“ Auf der Negativseite steht der Krach mit dem einflussreichen Stimmrechtsberater Glass Lewis, der zur Hauptversammlung am 16. Mai rät, Vorstand und Aufsichtsrat nach der Insider-Affäre nicht zu entlasten. Chefkontrolleur Joachim Faber soll 2019 ersetzt werden. In dieser Krise verfolgt Neu-CEO Theodor Weimer stoisch seinen Sanierungskurs – und schickt Ex-Deutschbanker Stephan Leithner, zuletzt bei EQT, in den Vorstand.
 
 
 
 
Jahrzehntelang gehörten Finanzskandale zur Vatikanbank wie der Klingelbeutel zur Messe. Seit einiger Zeit aber räumt im Auftrag des Papstes mit René Brülhart erstmals ein Laie im Tempel des Geldes auf – in der Funktion des Ober-Aufsichtsrats. Der Schweizer ist Geldwäschejäger und gab unserer Redaktion nun eines seiner seltenen Interviews. Rom-Korrespondentin Regina Krieger beschreibt eine „heilige Mission“, die beispielsweise zur Verurteilung des Direktors der päpstlichen Kinderklinik geführt hat. Jäger Brülhart freut sich über zuletzt 1200 Verdachtsmitteilungen, bis 2012 habe es nur sechs gegeben.
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
Niemand wird behaupten können, dass der Musikpreis „Echo“ zu den Top-Marken der deutschen Entertainment-Industrie gehört habe. Helene Fischer gewann eigentlich immer und deutsche Poplegenden hatten so ihre Comeback-Chancen. Und doch überrascht jetzt, wie schnell die Veranstaltung auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Nach antisemitischen Ergüssen der Rapper Kollegah und Farid Bang lag der Geruch von Pestilenz über dem Verbandsvorstand der Musikindustrie und seinem „Echo“, der jetzt flugs abgeschafft ist und ersetzt werden soll. „Künstler ist nur einer, der aus der Lösung ein Rätsel machen kann“, befand der österreichische Satiriker Karl Kraus.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen, rätselfreien Tag. Es grüßt Sie herzlich
 
 
 
 
Hans-Jürgen Jakobs
Senior Editor / Handelsblatt-Autor
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
 
 
MEIST GELESEN
 
 
 
 
NEUE TECHNOLOGIE
NEUE TECHNOLOGIE
 
So reagiert die Autobranche auf den Wunder-Diesel von Bosch
 
 
 
EXKLUSIVE BERECHNUNG
EXKLUSIVE BERECHNUNG
 
So könnte eine Reform der Grundsteuer aussehen
 
 
 
LUFTFAHRTSCHAU IN BERLIN
LUFTFAHRTSCHAU IN BERLIN
 
Neues Kampfflugzeug? Airbus und Dassault schmieden Pläne gegen US-Konkurrenz
 
 
 
INTERVIEW MIT FRANK HAUN
INTERVIEW MIT FRANK HAUN
 
5000 neue Kampfpanzer für Europa – Krauss-Maffei wittert 100-Milliarden-Euro-Geschäft
 
 
 
WERBUNGSKOSTEN, SONDERAUSGEBEN, AUßERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN
WERBUNGSKOSTEN, SONDERAUSGEBEN, AUßERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN
 
Mit diesen Ausgaben holen Sie bei der Steuererklärung das meiste raus
 
 
 
 
 
 
 
HANDELSBLATT DIGITAL: ePAPER
 
 
 
 
Titelthema:
Neue Milliarden für Panzer
 
 
 
 
 
 
 
 
JETZT SIND SIE DRAN
 
Bewerten und empfehlen Sie mein
Morning Briefing weiter:
 
 
 
 
 
 
EMPFEHLEN
 
 
 
 
 
ANZEIGE
 
 
 
 
 
 
 
MAGAZIN
 
 
 
  ANZEIGE  
 
 
NEUE EDISON-AUSGABE
 
Die fabelhaften Batterie-Boys aus Österreich
 
Die ganze Autobranche sucht nach leistungsstarken, günstigen Akkus - damit Elektroautos endlich weit genug kommen. Die drei Kreisel-Brüder aus der österreichischen Provinz wollen sie gefunden haben. Tief im Linzer Hinterland haben sie ihr Start-up in einer Garage gestartet und mit geschicktem Marketing bekannt gemacht. Selbst Arnold Schwarzenegger hat seinen Hummer von ihnen umrüsten lassen. Wir haben uns vor Ort genau angeschaut, was die Brüder der Konkurrenz voraushaben.

Wir wollten aber auch vom deutschen Sänger Max Raabe wissen, warum er so gerne in Berlin Rad fährt. Und vom britischen Rocker Bruce Dickinson, warum er ein Luftschiff baut. Und fast wären wir dem Charme von Sophia verfallen - einer Roboter-Dame.
 
  HIER KÖNNEN SIE DAS MAGAZIN LESEN  
 
 
 
 
 
Fügen Sie bitte die E-Mail-Adresse news@morningbriefingmail.handelsblatt.com Ihrem Adressbuch oder der Liste sicherer Absender hinzu. Dadurch stellen Sie sicher, dass unsere Mail Sie auch in Zukunft erreicht.

Dieser Newsletter wurde an max.mustermann@morningbriefingmail.handelsblatt.com gesendet. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte hier.

Autor des Morning Briefing-Editorials: Hans-Jürgen Jakobs
Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV: Sven Afhüppe
Handelsblatt GmbH, Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf
Geschäftsführung: Frank Dopheide, Ingo Rieper, Gerrit Schumann
AG Düsseldorf HRB 38183, UID: DE 812813090
Verantwortlich für die Anzeigen: iq digital media marketing gmbh,
Toulouser Allee 27, 40211 Düsseldorf, Internet: www.iqdigital.de