Tatort Daimler / Putins Spiele
 
 
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Freitag, 15.06.18
 
 
 
 
VON SVEN AFHÜPPE
 
Guten Morgen
liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
 
+  Merkel in der Flüchtlingsfalle  +  Tatort Daimler  +  Putins Spiele
 
 
 
 
 
der Volksmund weiß, welch süßes Gift Rache ist. In der Politik scheinen gleichwohl viele Gefallen an ihr gefunden zu haben. Da ist ein US-Präsident, der mit Strafzöllen auf unfair empfundene Handelsbeziehungen mit China und Europa reagiert. Und da sind europäische Spitzenpolitiker, die auf diese Provokation mit gezielten Vergeltungsmaßnahmen antworten wollen. Rache treibt den Handelsstreit zur Eskalation. Doch beide Seiten seien gewarnt: „Wer auf Rache aus ist, grabe zwei Gräber“, sagt ein chinesisches Sprichwort.
 
 
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Die Erkenntnis sollten auch Angela Merkel und Horst Seehofer ernst nehmen. Nachdem die Bundestagsfraktionen von CDU und CSU wegen des offenen Streits um den Schutz der deutschen Grenze gegen Flüchtlinge gestern stundenlang getrennt tagten, steht die Union vor einer gefährlichen Zerreißprobe. Das Endspiel um den Umgang mit der Flüchtlingskrise hat begonnen. Willkommenskultur oder Grenzsicherung? Der Ausgang ist ungewiss. Es geht um viel: den Fortbestand der Fraktionsgemeinschaft und Merkels Kanzlerschaft.
 
 
 
Wer sieht, mit welcher Verbitterung Merkel und Seehofer sich bekämpfen, spürt, welche tiefen Gräben seit dem Ausbruch der Flüchtlingskrise in der Union verlaufen. Kompromisse sind für die politischen Gegner mittlerweile ein Fremdwort. In Berlin gilt in diesen Tagen die sarkastische Steigerung: Feind, Todfeind, Parteifreund.
 
 
 
 
 
„Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen.“ Gebetsmühlenartig hat Daimler-Chef Dieter Zetsche diesen Satz in den zwei vergangenen Jahren vorgetragen. Doch stimmt er auch? Nachdem das Kraftfahrtbundesamt und das Bundesverkehrsministerium eine unerlaubte Abschaltvorrichtung bei der Abgasreinigung bei mehreren Daimler-Modellen gefunden haben und Daimler 774.000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen musste, sind Zweifel an dieser Darstellung angebracht. Die Diesel-Affäre hat den Stuttgarter Autokonzern und Konzernboss Zetsche mit voller Wucht erreicht. Der Manager, der Daimler zurück in die Erfolgsspur gebracht hat, steht wie nie zuvor in der Kritik. Grund genug für das Handelsblatt, die Hintergründe am „Tatort Daimler“ in einer Titelgeschichte zu analysieren.   
 
 
 
 
Die Fußball-Weltmeisterschaft hätte für Russlands Präsidenten Putin nicht besser beginnen können. Die eigene Nationalmannschaft fegte Saudi-Arabien mit 5:0 vom Platz. Rund eine Milliarde Menschen verfolgten weltweit die Eröffnungszeremonie, die Putin für seine ganz eigene PR-Show nutzte. „Wir sind ein offenes, gastfreundliches Land, in dem unsere Gäste viele Freunde finden werden“, schwärmte der russische Präsident. Widerspruch gab es keinen. Fußball ist für viele nicht nur die schönste Sportart der Welt. Die Liebe zum Fußball macht offenbar auch blind.
 
 
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Gute Nachrichten aus Frankfurt: Die Europäische Zentralbank hat den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik eingeleitet. Bereits in den letzten drei Monaten dieses Jahres wollen die Geldhüter nur noch im Umfang von 15 Milliarden Euro neue Staatsanleihen kaufen. Für die Sparer in Europa gibt es gleichwohl keinen Grund zur Entwarnung – die Zinsen bleiben auf Null-Niveau. Wann die schleichende Enteignung der Sparer beendet wird, darüber schweigt die EZB beharrlich. Frei nach dem Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.   

Ich wünsche Ihnen dennoch ein erholsames Wochenende.
Herzliche Grüße
 
 
 
 
Sven Afhüppe
Chefredakteur Handelsblatt
 
 
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Titelthema:
Tatort Daimler
 
 
 
 
 
 
 
 
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